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Elbtower Baustopp: Ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen

28. Februar 2024

Einleitung

Der Elbtower, geplant als beeindruckendes Wahrzeichen für Hamburg, hat in jüngster Zeit mit Herausforderungen zu kämpfen. Von vielversprechenden Perspektiven über potenzielle Rückschläge bis hin zu Auswirkungen auf Lieferanten – dieser Artikel wirft einen detaillierten Blick auf die aktuellen Entwicklungen rund um den Elbtower Baustopp. Wir beleuchten den Best Case, aber auch der Worst Case.

Best Case

Schon 100 Meter ragt der Elbtower in die Höhe. Damit ist er bereits gut sichtbar für umliegende Anwohner und begrüßt als Noch-Möchtegern-Wahrzeichen alle Fahrgäste in der Bahn, wenn sie durch den Knotenpunkt am Turm vorbeifahren. Es wäre doch schön, wenn der Turm auf seine geplanten 245 Meter fertiggestellt werden würde und in seiner vollständigen Pracht heranfahrende Gäste der Stadt in Empfang nähme. Und das, ohne Steuergelder in Anspruch zu nehmen.

Ein Vorbild könnte die Elbphilharmonie sein, die sich einst von einem Traum, zu einem Scherz und schließlich nach der Fertigstellung in kurzer Zeit zu einem anerkannten, geliebten Wahrzeichen der Stadt entwickelte. Für dieses Szenario kommt niemand geringeres infrage, als der Mann, der bereits den HSV rettete, wichtige Impfstoffe in Krisenzeiten lieferte. Seit der Übernahme der staatlichen Anteile der Lufthansa 2022 ist Kühne auch größter Einzelaktionär der Lufthansa, die mit Ihrer Präsenz am Hamburger Flughafen ebenso zu Hamburg gehört wie die Alster oder der Hafen.
Der Unternehmer Klaus-Michael Kühne könnte seine Expertise einsetzen, um den Elbtower zu vollendetem Glanz zu führen. Spekulationen kursieren, dass Kühne eine Übernahme des Projekts prüft. Nach neuesten Berichten steht außerdem das Grundstück, auf dem der Elbtower gebaut wird, wieder zum Verkauf. Denn die Käuferin Elbtower Immobilien GmbH & Co. KG hat nun auch Insolvenz angemeldet. Die Stadt Hamburg könnte ihr Grundstück zurückkaufen und die Kontrolle über das Projekt wieder übernehmen.

Die jüngsten Entwicklungen werfen jedoch Schatten auf diese optimistische Perspektive. Nach einem seit Ende Oktober 2023 andauernden Elbtower Baustopp und offenen Rechnungen hat sich die Hamburg Commercial Bank (HCOB) von ihrem Mietvertrag zurückgezogen, was einen schweren Rückschlag für das Projekt bedeutet. Der wichtige Partner HCOB hatte ursprünglich geplant, auf bis zu 13.000 Quadratmeter ihre neue Hauptzentrale im Elbtower zu errichten. Trotz dieser Herausforderungen hoffen wir weiterhin auf eine positive Wendung und dass der Elbtower seine geplante Pracht entfalten kann. Möglicherweise bieten sich in der Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern und Investoren neue Chancen, um das Projekt erfolgreich zu vollenden und Hamburg eine weiteres beeindruckendes Wahrzeichen zu schenken.

Worst Case

Der größte Wohnturm Baden-Württembergs, die tragische Geschichte von Baufehlern und Zahlungsausfall – der unfertige Schwabenland-Tower. Könnte das das Schicksal des Elbtowers sein? Seit einem Jahrzehnt prangt die Bauruine in Fellbach in der Nähe von Stuttgart. Die Fertigstellung war für Ende 2016 geplant, doch es kam anders: Statt den Turm fertigzustellen, meldete der Bauherr Insolvenz. Seitdem ruhen die Bauarbeiten, abgesehen von gelegentlichen Pausen. Der Besitzer wechselte, neue Projekte wurden beschlossen – bis Mitte 2023 nur noch der Baukran abgebaut wurde. Aktuell bewohnt höchstens der Wanderfalke das Penthouse.

In Anbetracht solcher Geschichten wird klar, dass der Weg des Elbtowers in diese Richtung zeigen könnte. Eine unvollendete Struktur, ein Potenzial, das brach liegt. Wir hoffen jedoch, dass es nicht so weit kommt und der Elbtower eine positive Wendung nimmt, um Hamburg weiterhin zu bereichern.

Status Quo für Lieferanten

Der Elbtower Baustopp wirft nicht nur ein Schlaglicht auf die Baufirmen, sondern hat auch Auswirkungen auf Lieferanten. Ein Beispiel ist ein Tiefbauer aus Mecklenburg, der aufgrund unbezahlter Rechnungen vom zahlungsunfähigen Signa-Konzern auf Verlusten über 100.000 Euro sitzen bleibt. Dieses Dilemma betrifft nicht nur Baufirmen, sondern zieht auch Zulieferer und Baustoffhändler mit in den Strudel. Die unsichere Bauwirtschaft erfordert von Lieferanten strategische Planung und Anpassungsfähigkeit, um sich in einem herausfordernden Markt zu behaupten.

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